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Curriculum Vitae von Prof. Dr. Dr. h.c. Heinz Kölbl

Ich wurde am 10.1.1957 als Sohn von wirkl.Hofrat Dr. Heinrich Kölbl und Obermedizinalrat Dr. Annemarie Kölbl in Wien geboren. Nach der Grundschule, der Lutherschule in Wien Währing, besuchte ich das II. Bundesgymnasium Wien 19, und legte im Mai 1975 die Reifeprüfung mit ausgezeichnetem Erfolg ab. Im selben Jahr inskribierte ich an der Medizinischen Fakultät der Universität Wien und wurde am 4. Februar 1981 zum Doktor der gesamten Heilkunde promoviert. Danach leistete ich den Grundwehrdienst beim österreichischen Bundesheer ab und verbrachte 4 Monate an der Chirurgischen Abteilung des Heeresspitals in Funktion eines Turnusarztes. Von Oktober 1981 bis März 1982 arbeitete ich als Gastarzt an der Chirurgischen Abteilung der Poliklinik Wien, und wechselte im darauffolgenden Monat als Turnusarzt bis einschließlich September 1982 an die II. Abteilung des Neurologischen Krankenhauses Rosenhügel. Von Oktober bis Dezember 1982 arbeitete ich an der I. Chirugischen Abteilung der Krankenanstalt Rudolfstiftung und anschließend ebenfalls als Turnusarzt an der III. Medizinischen Abteilung derselben Anstalt. Im Februar 1983 trat ich als Assistenzarzt zur Ausbildung zum Facharzt für Geburtshilfe und Frauenheilkunde an der II. Universitäts-Frauenklinik Wien (Vorstand: Prof.Dr. H. Janisch) ein. Von Jänner bis April 1985 arbeitete ich als Assistenzarzt auf der Abteilung für Neonatologie und angeborene Störungen an der Universitäts-Kinderklinik Wien. Von Mai  bis Oktober 1985 war ich als Gastarzt an der Universitätsklinik für Chemotherapie tätig. Seit 1986 bin ich Leiter der wissenschaftlichen Arbeitsgruppe „Urogynäkologie“. Am 19. Mai 1988 wurde mir nach Ablegung einer freiwilligen Facharztprüfung, die ich mit sehr gutem Erfolg bestand, von der österreichischen Ärztekammer die Berechtigung zur selbständigen Ausübung des ärztlichen Berufes als Facharzt für Geburtshilfe und Frauenheilkunde ausgestellt. Von 01.08.1988 bis 31.08.1988 war ich in der Funktion als Primararztvertretung im LKH Oberwart tätig. Seit Oktober 1988 leite ich auch das Onkologische Labor der II. Univ.-Frauenklnik Wien. Im Januar 1989 wurde ich zum stationsführenden Oberarzt der II. Universitäts-Frauenklinik ernannt. Im Juli 1990 erhielt ich die Lehrbefugnis als Universitätsdozent für Geburtshilfe und Frauenheilkunde. Meine Habilitationsarbeit trägt den Titel: „Weibliche Stressinkontinenz-diagnostische und funktionelle Aspekte“. Seit 1989 bin auch Leiter der Arbeitsgruppe „Gynäkologische Onkologie“ der II. Universitäts-Frauenklinik.

1990 habilitierte ich mit dem Thema „Funktionelle und therapeutische Aspekte der weiblichen Stressharninkontinenz.

Seit 1990 bin ich Planungsbeauftragter für das Neue Allgemeine Krankenhaus Wien und bin seither wesentlich an der Errichtung und Organisation der jetzigen Wiener Frauenklinik beteiligt. Im November 1991 wurde ich von der Institutskonferenz und dem Fakultätskollegium zum geschäftsführenden Oberarzt der II. Universitäts-Frauenklinik Wien, und damit zum stellvertretenden Vorstand der II. Universitäts-Frauenklinik gewählt und mit 14.07.1992 vom BM für Wissenschaft und Forschung hierzu ernannt. Die Vertretungsfunktion habe ich in medizinischer und organisatorischer Hinsicht mehrfachst und die kommisarische Leitung der Klinik von 1995- 1996 wahrgenommen. Von September 1991 bis März 1992 absolvierte ich erfolgreich einen Lehrgang zum Thema „Management für Primarärzte“. Ich bin Mitglied zahlreicher, nationaler und internationaler Gesellschaften, Vizepräsident der Medizinischen Gesellschaft für Inkontinenzhilfe Österreich und stellvertretender Vorsitzender, Vorstands- wie auch Gründungsmitglied der österreichischen  Arbeitsgemeinschaft Urogynäkologie, Vorstands- und Gründungsmitglied der österreichischen Arbeitsgemeinschaft für Gynäkologische Onkologie und nahm an zahlreichen nationalen wie auch internationalen Tagungen als eingeladener Referent und Vorsitzender. Ich bin Reviewer zahlreicher internationaler Journale und Träger mehrerer Preise im Themenbereich Gynäkologische Onkologie und Urogynäkologie.
Von 1994 bis 1998 war ich in zwei Funktionsperioden 1. Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für Urogynäkologie der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe. Im September 1994 wurde ich von der International Urogynecology Assosciation in das International Board dieser Gesellschaft als Vertreter Europas gewählt. Darüberhinaus wurde ich auch zum FIGO Weltkongress 1994 und 2000 zur Praesentation meiner wissenschaftlichen Leistungen eingeladen.  Mein wissenschaftliches Werk umfaßt über 360 Publikationen, die großteils in Standard- und Top-Journalen erschienen sind. Darüberhinaus bin ich Autor und Herausgeber mehrer medizinischer Lehr- und Sachbüchbeiträge und mehrerer Fachbücher. Ich nahm an zahlreichen nationalen und internationalen Tagungen als Vorsitzender und eingeladener Referent teil und absolvierte etliche Operationskurse im In- und Ausland. 1995 wurde ich zu einer Gastprofessur an die University of California / Los Angeles (UCLA) eingeladen wo ich an 3 verschiedenen Institutionen der UCLA (Harbour-UCLA Medical Center, Long Beach Memorial Medical Center, University of California/Irvine Medical Center) Vorlesungen zum Thema „Beckenbodeninsuffizienz und Harninkontinenz abhielt.

Seit meiner Ernennung zum Oberarzt 1989 habe ich den Hauptanteil der operativen Tätigkeit  der ehemaligen II. Universitäts-Frauenklinik Wien bestritten, insbesondere im Bereich der Gynäkologischen Onkologie. Ich habe zahlreiche Operationsmethoden inklusive die endoskopischen Eingriffe an der Klinik eingeführt und weiterentwickelt. Ich fungierte als eingeladener Operateur  an zahlreichen nationalen und internationalen Live-Operationsveranstaltungen, und führte dort onkologische und rekonstruktive Eingiriffe sowie zum Teil neue Inkontinenzoperationen durch. Ich habe zahlreiche nationale und internationale Kongresse veranstaltet.

1995 wurde mir der Titel eines außerordentlichen Universitätsprofessors verliehen. In der Bewerbung um die Vorstandsfunktion der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe der Universitätsklinik für Frauenheilkunde Wien (internationale Ausschreibung) wurde ich an die 3. Stelle der Besetzungsliste gereiht. Von 1995 bis 1996 war ich kommissarischer Leiter der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe der Universitäsklinik für Frauenheilkunde Wien, letztverantwortlicher Planungsbeauftragter und organisierte die Übersiedlung der Klinik in das Neue Allgemeine Krankenhaus inklusive Inbetriebnahme aller Funktionsbereiche der Klinik im Neubau. Danach war ich als stv. Insitutsvorstand an der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe der Wiener Universitäts-Frauenklinik bis 1999 tätig.

Im Mai 1996 wurde ich in die 1.Gruppe um die Bewerbung des städtischen Krankenhauses der Stadt Wien „Lainz“ gereiht.

Von 1999 bis 2003 war ich Direktor der Klinik und Poliklinik für Gynäkologie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. In meiner Amstzeit kam es zu einer Leistungszunahme an der Klinik um 200%. Die Bettenauslastung nahm von 70% auf durchschnittlich über 90% zu. Zusätzlich wurde eine onkologische Tagesklnik mit 103% Auslastung und über 300 Chemotherapien monatlich eingerichtet. Seither wurden alle Bereiche der Klinik neustrukturiert, funktionell und baulich neu auf- und ausgebaut. Der Mitarbeiterstab wurde durch die Leistungssteigerung von ursprünglich 11.5 auf 16.7 Ärzten und 3 medizinisch-technischen Assistentinnen erhöht. Darüberhinaus wurden aus Drittmittel 2 Ärzteposten und eine Study Nurse eingerichtet. In Fellowship-Programmen sind monatlich bis zu drei zusätzliche Ärzte im Klinikbereich tätig. Mittlerweile laufen über 50 klinische und experimentelle Studien in den Bereichen Senologie, Onkologie und Urogynäkologie, der Struktur meiner Klinik entsprechend. Ein Forschungsbereich mit molekularbiologischem Labor in der Höhe von 300.000 DM wurde in der Klinik eingerichtet.

Wissenschaftliche Austauschprogramme bestehen derzeit mit den Universitäten Lodz, Wien, Laibach, Haifa, Tucson, Toronto, Tübingen und Jena. Die Klinik nimmt an zahlreichen Studien der EORTC in der Onkologie, und der International Urogynecological Association in der Urogynäkologie teil. Zahlreiche multizentrische Studien sind im Bereich der Onkologie und der Urogynäkologie von der Klinik und Polklinik für Gynäkologie Halle ausgegangen und laufen derzeit.

Die Klinik ist mittlerweile zertifiziertes Brustzentrum und Ausbildungszentrum der European School of Vaginal Surgery. Eine Zertifizierung als Ausbildungszentrum des European Boards of Obsteterics and Gynecology, der gynäkologischen Dachorganisation Europas, wird derzeit umgesetzt und steht unmittelbar davor. Mittlerweile wurden in Halle zwei internationale Tagungen und mehrere nationale Tagungen zum Thema onkochirurgische Operationen und Beckenboden- rekonstruktive Eingriffe mit bis zu über 400 Teilnehmern veranstaltet.  Eine weitere Großveranstaltung zum Thema Diagnostik und Therapie des Mammakarzinoms fand am 6. April 2002 in Halle statt.

Nach Bewerbungsverfahren in Heidelberg (Listenplatz 2), Freiburg (Listenplatz 2), und Mainz erhielt ich 2003 den Ruf (einstimmig) an die Johannes-Gutenberg-Universität Mainz. Im Dezember 2010 belegte ich den 1.Listenplatz als Universitätsprofessor an der Klinischen Abteilung  für Frauenheilkunde und Geburtshilfe der Universität Graz.

Seit 2003 leite ich als Direktor die Fauenklinik der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.  Zwischenzeitlich wurde unter meiner Leitung die Klinik nach den Vorgaben des European Board and College of Obstetrics and Gynecologyoals europaweites Ausbildungszentrum für Geburtshilfe und Gynäkologie zertifiziert und darüberhinas wurden weitere Zertifizierungen für den Bereich gynäkologischen Onkologie (ESGO) und der Urogynäkologie (EUGA) erfolgreich abgeschlossen. Die Frauenklinik wurde als Teil des Interdisziplinären Brustzentrums des Universiätsklinikums Mainz erfolgreich zertifiziert und mittlerweile 2 x rezertifiziert. Im Bereich des Klinikums wurde auch gemeinsam mit anderen Kliniken unter dem Dach der Deutschen Kontinenzgesellschaft ein interdisziplinäres Kontinenzzentrum aufgebaut.  Die Bettenauslastung stieg nach 2003 von 54% auf 90% 2010.

Die Ehrendoktorwürde der Universität Athen wurde mir am 19.03.2010 verliehen.

Am 12.04.2010 erhielt ich den TeLinde Lecture Award der Society of Gynecologic Surgeons.

Ich bin Mitglied zahlreicher nationaler und internationaler Gesellschaften, unter anderem der Deutschen Gesellschaft der Naturforscher Leopoldina und der Society of Pelvic Surgeons,  Board Member zahlreicher internationaler Gesellschaften, war unter anderem Präsident der European Urogynaecological Association 2003-2008, und Board Member des Executive Committe des European Boards of Obstetrics and Gynaecology  seit 2003. Seit 2008 bin ich Mitglied in The World Academy of Medicine und Trustee sowie seit 2007 Executive Committee Member der International Continence Society. Im Oktober 2010 wurde ich in den Vorstand der DGGG gewählt.

Ich habe in der Medline > 350 Zitierungen, und bin Verfasser von > 500 Publikationen, 8 Büchern und > 30 Buchbeiträgen.

Seit 2012 leite ich die Abteilung für Allgemeine Gynäkologie und Gynäkologische Onkologie der Medizinischen Universität Wien

Ich bin seit 1987 mit Ehefrau Margot verheiratet und habe keine Kinder.

Meine Hobbies: Radsport, klassische Musik, Kochen.